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Rote Lebensmittelfarbe aus Beeren oder Roter Beete DIY

Lebensmittel auf natürlich Art einfärben - Beeren eignen sich besonders

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Die Einfärbung von Kosmetikartikeln, Drogen und Lebensmitteln war bereits im Altertum bekannt. Schon damals beherrschten viele Kulturen diese Kunst. Diese wussten schon zu jener Zeit, dass bestimmte optische Reize das menschliche Befinden sowie den Geschmack beeinflussen. Schon vor Jahrtausenden stellte man farbliche Zusatzstoffe her, um die Attraktivität von Produkten und von Speisen zu erhöhen.

Bis ins 19. Jahrhundert wurden gesundheitlich unbedenkliche rote Farbstoffe aus mineralischen Pigmenten angefertigt. Oder sie wurden aus Tieren, wie das Karminrot aus der Koschenilleschildlaus, gewonnen. Und viele Naturfarben wurden aus Sträuchern, Obst oder Gemüse hergestellt.

Auch in der modernen Lebensmittelproduktion ist die Farbpsychologie das Nonplusultra, wobei viele Lebensmittelfarben derzeit chemisch hergestellt werden. Heutzutage sind künstliche Lebensmittelfarben in den Supermärkten und online (auch auf wenburg.de) erhältlich. Aber wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, dann stellen Sie Ihre rote Lebensmittelfarbe selbst her.

Natürlich färbenden Essenzen von Obst und Gemüse

Viele Beerensorten oder die Rote Beeten werden oft als Superfood bezeichnet, weil sie wegen ihres hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts sehr gesundheitsfördernd und wohltuend wirken. Die verwendeten Beerenfarbstoffe (Anthocyane) oder die noch stärker färbenden Betanine von den Rote Beeten bestimmen die Farbgebung. Die beigefügte Zuckermenge legen Sie fest.

Wissenswertes über die Beerenfrüchte

Rote Johannisbeeren oder Himbeeren ergeben ein helles Rot. Schwarze Johannisbeeren, Blaubeeren oder Rote Beeten ergeben dunkle Rottöne. Falls Sie mit dem universellen Hausmittel Natron die Rottöne noch etwas aufhellen möchten, dürfen Sie es nur spärlich verwenden, ansonsten erhalten Sie einen blauen Farbton.

Beerenfrüchte
Beerenfrüchte

Manche Pflanzenfarben haben einen Eigengeschmack, wobei dieser bei geringen Mengen kaum herauszuschmecken ist. Die Rote Beeten sind beinahe geschmacksneutral.

Die Herstellung von Farbsäften

Weil die bereits erwähnten Beeren sowie die Rote Beeten stark abfärben, sollten Sie eine Küchenschürze und Einmal-Handschuhe benutzen.

Am schnellsten erreichen Sie Ihre Ziele, wenn Sie die rohen Beeren pürieren und das daraus gewonnene Mus als Farbmittel verwenden. Ein optimaleres Ergebnis erhalten Sie jedoch, wenn Sie wie bei der Herstellung von Marmelade vorgehen.

Zuerst waschen Sie die Beeren oder die Rote Beeten gründlich, dann kochen Sie diese in einem Topf weich. Schließlich pürieren Sie das Färbegut, oder Sie streichen es durch ein Sieb, wenn die Kerne beseitigt werden sollen.

Flüssige Lebensmittelfarbstoffe verbinden sich am besten mit:

  • Weißen Glasuren
  • Dünnflüssigen, hellen Teigen
  • Hellen Soßen oder Toppings
  • Quark- und Sahnespeisen oder Smoothies
  • Kartoffel-, Nudel- oder Fleischsalaten mit Mayonaise oder Joghurt zubereitet

Die Zubereitung von Farbpulvern

Die zuvor hergestellten roten Farbsäfte werden nun weiterverarbeitet. Zuerst kochen Sie diese unter stetigem Rühren auf, bis die Säfte langsam dick werden und am Topfboden haften. Dann rühren Sie so viel Puderzucker ein, dass eine krümelige Mischung entsteht. Diese trocknen Sie entweder bei maximal 30 Grad im Backofen oder etwas langsamer an der Luft. Zuletzt zerreiben Sie diese Mischung zu feinem Farbpulver.

Diese intensiven Farbpulver eignen sich hervorragend für:

  • Nudel- und Reisgerichte
  • Schwere, helle Hefe- oder Plätzchenteige
  • Wasser- und Milchgetränke oder Säfte, die diese Pulverform besser aufnehmen

Die Reste der roten Säfte halten sich im Kühlschrank einige Tage; alternativ können Sie diese in Eiswürfelbehältern einfrieren. Selbstgemachtes Farbpulver ist bei dunkler Lagerung und bei kühleren Zimmertemperaturen einige Wochen haltbar.

Rot ist die Farbe des Feuers, des Blutes und der Liebe

Diese Farbe bringt die Gefühle in Wallung und stimuliert die verborgenen Kräfte im Inneren. Denkt man an die Farbe Rot, fällt einem dazu oft spontan der Valentinstag, der alljährlich Mitte Februar von den Liebenden gewürdigt wird, ein.

Oder der Brauch Halloween, bei dem jedes Jahr am Abend vor Allerheiligen viele ein gruseliges Unwesen treiben.

Nicht nur an diesen zwei besonderen Tagen, sondern das ganze Jahr über machen selbstgemachte rote Lebensmittelfarben aus Beeren oder Roter Beete das Essen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene zum anregenden visuellen Ereignis und zum originellen Gaumenschmaus.

Verwendete Fotos:
1. Rote Bete. Quelle: flickr / Till Westermayer / CC BY 2.0
2. Beerenfrüchte. Quelle: Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay